Ein Hobby von mir ist das Essen. Tagsüber, im Büro, gibt es nur gesunde, leichte Kost. Nach Feierabend wir alles gegessen, was nicht mindestens zwei Beine zum Fortlaufen hat. Hier einige Rezepte.


Eine gute Fleisch-Alternative beim Grillen für Vegetarier: Der Halloumi - Zyperns "Nationalkäse". Er besteht aus einer Mischung von Schafs- bzw. Ziegen- und Kuhmilch. Aber es gibt auch Halloumi aus 100% Schafsmilch oder Ziegenmilch. Charakteristisch sind die Einschüsse von frischen Minzblättern und die traditionell zusammengeklappte Form.

Hier gibt es Rezepte

Spinattaschen (Poppey muß ein Verwandter von mir gewesen sein !!)

Für den Teig:

500g Mehl
1½ TL Trockenhefe, aufgelöst in 250 ml Wasser
1 TL Salz
150ml Olivenöl

Für die Füllung:
250gr frischer Spinat (ganz klein gehackt)
50g Pinienkerne
1 kleingehackte Zwiebel
Der Saft einer Zitrone
1 TL Schwarzer Pfeffer
1 TL Salz
1 TL Olivenöl
und falls es gerade Freitag Abend sein sollte: 2 Knoblochzehen dazudrücken !!!


 Die Trockenhefe in Wasser auflösen
 Aus den Zutaten für den Teig einen glatten Teig herstellen ( Er muß 15 min. geknetet werden) und gehen lassen.
 Die Pinienkerne anrösten, abkühlen lassen
 Die Zwiebeln in Öl andünsten, Spinat hinzugeben und danach gut ausdrücken. Danach  den Zitronensaft und die Gewürze hinzugeben.

 Den Teig ausrollen. Ca.10 x 10 cm grosse Quadrate formen und mit jeweils einem Eßlöffel de Füllung bestreichen und danach zu einem Dreieck zusammenklappen.
Die Dreicke auf einem gefetteten Blech bei 180°C ca. 10-15 backen, bis sie goldgelb sind.

Lust auf mehr ??!!

Die Okraschote gehört zu der Gattung der Malvengewächse. Sie wird auch eßbarer Eibisch oder Gemüse-Eibisch genannt. Okra stammt aus Äthiopien und ist eines der ältesten Gemüse. Aus den gelben Blüten des Strauches entwickeln sich die grünen, fingerlangen Kapselfrüchte, die man auch bei uns, frisch oder als Konserve kaufen kann. Beim Kochen sondern die Schoten einen milchartigen Saft ab. Wenn man Okra kurz in Essigwasser blanchiert und anschliessend unter kaltem Wasser abspült, bleibt dieser Saft im Wasser zurück. Okra kann auch roh als Salat gegessen werden. Aber meistens wird das Gemüse gekocht und man gibt es als Beilage zu Fisch, Fleisch oder Geflügel sowie Eintopf- und Schmorgerichten. Man kann auch in allen Zucchini-Rezepten die Zucchini gegen frische Okras austauschen.

Hier ein Rezept für einen Auflauf:

500 gr. Okra (frisch oder getrocknet)
250 gr. Hackfleisch (Rind oder Lamm)
eine fein gehackte Zwiebel
125 ml Brühe
250 gr. Tomaten (gehäutet und zerkleinert)
3 EL Joghurt
1 EL Tomatenmark
Pfeffer, Butter, Öl , Zitronensaft, Salz,
2 zerdrückte Knoblauchzehen

Den getrockneten Okra einweichen oder den frischen an den Stielenden kegelförmig abschneiden und in kaltem Wasser mit etwas Zitronensaft 15 min. liegen lassen. Später abtropfen
Den Okra in heißem Öl anbräunen. Danach rausnehmen und abtropfen lassen
Die Zwiebeln andünsten und Tomaten und Knoblauch dazugeben. Dünsten bis die Flüssigkeit verdampft ist. Dann das Hackfleisch dazugeben und anbräunen lassen. Mit Brühe ablöschen. Das Tomatenmark dazugeben und abschmecken, erneut einkochen lassen.
Eine Auflaufform ausbuttern. Die Hälfte der Fleisch-Tomatenmasse einfüllen, den Okra drauf geben und mit Rest Fleisch zudecken.
Mit etwas Öl beträufeln und bei 200°C ca. 30 min. backen.
Beilagen: Reis + Salat

Schön für meine Magen, daß es Internet gibt !! Noch'n Rezept

Auberginenmus

3 Auberginen
2 Tomaten
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 rote Papirka
Petersilie
Harissa (Hot-Chili-Paste) nach Geschmack (nimmt Sambal Oelek aus der Not)
Salz nach Geschmack
 
 

Die Auberginen waschen und den Stielansatz entfernen. Die Auberginenen der Länge nach halbieren und im Backofen grillen bis das Fruchtfleisch weich ist (170°C ca. 30 min). Das Fruchfleisch aus der Schale herauskratzen und mit einem Löffel zerdrücken.

Die Tomaten enthäuten (mit kochendem Wasser) und die Kerne entfernen. Die Tomate danach sehr fein hacken.

Die Schalotten und die rote Paprika sehr fein zerhacken.

Alles miteinander vermischen. Den gehackten Knoblauch dazugeben. Mit Salz  und Harissa abschmecken. Harissa ist hot !!! Es gibt verschiedene Schärfestufen. Je originaler (aus arabischen Ländern) desto schärfer. Unsere " Harissa - Sorten" aus den Bioläden kann man pur auf Baguette essen, die Anderen hauen Dich um.

Über das Ganze  mindestens eine Handvoll gehackte Petersilie streuen.

Mit Baguette oder Fladenbrot servieren. Passt wunderbar zum Grillen

Alfred Biolek kennt noch mehr

Zutaten (für Deutschland)
500 g Vollmilchjoghurt
200 g saure Sahne
500 ml Wasser
Salz
Zitronensaft

Die Zutaten sollten gekühlt sein. Den Joghurt, die saure Sahne, etwas Salz nach Geschmack und ein paar Tropfen Zitronensaft zum Säuern des Ayran in eine Schüssel geben und möglichst mit einem Mixer unter Zugabe des Wassers schaumig rühren. Das Wasser bis zur Maximalmenge zugeben (aber lieber weniger als mehr, je nach gewünschter Konsistenz des Ayran's). Zwischendurch abschmecken und je nach Geschmack mehr Salz, Zitrone oder Wasser zugeben. Den schaumigen Ayran in Gläsern verteilen und darauf achten das alle Portionen etwas vom Schaum abbekommen.
 
Der Joghurt in Deutschland (auch in unseren türkischen Läden) ist  milder als in der Türkei. Dort wird er selbst gemacht aus allem, was die Milch hergibt. Dadurch wird er säuerlicher. Aus diesem Grunde ist  dieses Rezept etwas angepasst, um die säuerliche Nuance zu bekommen.

Wer glücklich satt werden will, besucht Angies Kitchen

Erdbeeren mit grünem Pfeffer

Hier muß ich an unseren Onkel Gustav denken. Ein geflügeltes Wort von ihm: Erdbeeren mit grünem Pfeffer - mag ich nicht !!!
 
Erdbeeren,
Zucker
Einen mehr oder weniger goßen Spritzer Cointreau
1 Eßlöffel grüner Pfeffer
Schlagsahne

Zubereitung:

Erdbeeren waschen, halbieren und etwas Cointreau darüber geben und mit Zucker süßen. Die grünen Pfefferkörner in einem Sieb kurz mit Wasser abspülen, mit Küchenpapier abtrocknen und danach mit den Erdbeeren vermengen. Alles im Kühlschrank mindestens eine Stunde ziehen lassen. Vor dem Servieren die Schlagsahne unterheben.

Erdbeeren und Co.
Der Bagel

Eine kleine Sucht von mir: der Bagel. Durch den aufwendigen Produktionsprozeß schmecken Bagels ganz anders als normale Brötchen. Man schmeckt sozusagen die ganze Arbeit. Sie schmecken zugleich zäh und frisch. Mit Frischkäse (Cream Cheese) sind ein Traum. Lecker !!


Bagels stammen aus der jüdischen Eßtradition, und sind in Amerika populär geworden. Die aufwendige Produktion erklärt sich aus den jüdischen Feiertagsgebräuchen: "Am siebten Tage sollst du ruhen" - " Am Sabbat sollst du nicht arbeiten". Bagels sind das ideale Sabbat Brot, weil Hefegaren und Backen nicht am selben Tag stattfinden müssen.

Zuerst wird der Teig gemischt: Fünf Zutaten kommen hinein: Mehl, Wasser, Zucker (Honig), Salz und Hefe. Der Teig wird geteilt und  in kleine Kringel geformt. Das geht entweder von Hand (es gibt richtige "Bagelroller" von Beruf !) oder mit Maschine. Anschließend findet die Hefegare statt. Danach kommen die Bagels in die Kühlung, werden ein bis zwei Tage bei etwa 2° C gekühlt und bilden dadurch die berühmte bageltypische Haut.

Damit waren die Bagels früher in den "Sabbat - Schlaf" versetzt worden, aus dem die jüdische Hausfrau sie bei Bedarf nach Sonnenuntergang wieder "erwecken" konnte, denn der Sabbat endet mit Sonnenuntergang am Samstag Abend. Bagels sind also so eine Art Instant - Brot. Die Erweckung findet statt durch kochendes Wasser (oftmals auch Honigwasser), in das die gekühlten Ringe getaucht werden, bis die Lebensgeister wieder erwacht sind. Anschließend geht´s in den Ofen. Und fertig ist der Bagel.

Erfunden wurden der Bagel angeblich 1683 von einem jüdischen Bäcker in Wien, als persönliches Dankeschön an den polnischen König Jan III Sobieski. Andere sehen seinen Ursprung im polnischen Balystok. Eine Hygieneverordnung habe es verboten, das Gebäck anzufassen, weswegen es an Stöcken angeboten worden sei.

Als Anfang des 20. Jahrhunderts osteuropäische Juden nach Amerika auswanderten, nahmen sie ihre Eßgewohnheiten mit. In New York entstanden die ersten Bagelbäckereien. Die Thompson Bagel Machine Corporation entwickelte die erste kommerziell einsetzbare Bagel-Maschine. Mit der Möglichkeit der maschinellen Herstellung seit den 60igern trat der Bagel endgültig von New York aus seinen Siegeszug in Amerika an. 

Etwa seit 1998 wird er auch in Deutschland mehr oder wenig erfolgreich angeboten, entweder als Schwerpunkt eines eigenständigen Konzeptes oder als ergänzendes Angebot. In unserer Kantine kann ich den Bagel auch seit einem Jahr kaufen. Nur machen die immer zu wenig Cream Chease drauf !!!!

Quelle
:salomon-bagels.de/bagel/historie

Rezept

Fortsetzung folgt